Sparassis crispa
auch Fette Henne
- Verursacht: Braunfäule
- Typische Fruktifikationszeit: Juli bis November
- Wirtsbaum: vor allem Kiefer; außerdem Fichte, Tanne und Douglasie
- Vorkommen: Wurzelbereich, Stammfuß und Stock
- Lebensweise: Schwächeparasit und Saprophyt
- Baumstatische Bedeutung: Die Krause Glucke verursacht eine intensive Braunfäule im Wurzel- und Stockbereich. Werden tragende Wurzeln oder die Stammbasis stärker geschädigt, kann die Stand- beziehungsweise Bruchsicherheit beeinträchtigt werden. Befallene Bäume können durch Wurzelabrisse oder einen Bruch im Bereich der Stammbasis versagen. Entscheidend für die Beurteilung ist die tatsächliche Ausdehnung der Fäule.
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Praxis-Hinweis:
Die Krause Glucke ist besonders an älteren Kiefern ein wichtiger Hinweis auf eine Fäule im Wurzel- und Stockbereich. Der Pilz dringt über lebende Wurzeln in den Kern- und Splintholzbereich der Stammbasis ein und kann sich von dort einige Meter in den unteren Stamm ausbreiten. Dabei verursacht er eine intensive Braunfäule. Die Fruchtkörper erscheinen häufig am Stammfuß oder im Bereich der Wurzeln und können auch an bereits geworfenen Bäumen beziehungsweise deren Wurzeltellern gefunden werden. Eine äußerlich vitale Krone schließt eine relevante Fäule im Wurzel- und Stockbereich nicht aus.
Essbarkeit:
Die Krause Glucke ist ein geschätzter Speisepilz. Vor allem junge, noch helle Fruchtkörper werden gesammelt. Durch ihre stark verzweigte Struktur können sich allerdings Erde, Nadeln und andere Verunreinigungen im Fruchtkörper festsetzen, weshalb die Reinigung etwas aufwendig sein kann. Gesammelt und verzehrt werden sollten grundsätzlich nur sicher bestimmte Pilze.
Hinweis zur Baumkontrolle:
Das Auftreten eines holzzersetzenden Pilzes ist ein wichtiger diagnostischer Befund, erlaubt für sich allein jedoch keine abschließende Aussage zur Verkehrssicherheit eines Baumes. Entscheidend sind unter anderem Befallsort, Fäuleausdehnung, verbleibende tragfähige Wurzeln beziehungsweise Holzquerschnitte, Baumgeometrie, Vitalität, Kompensationswachstum, Standort und mechanische Belastung. Bei begründetem Verdacht auf eine relevante Beeinträchtigung ist eine fachgerechte eingehende Untersuchung erforderlich.
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